Als stets gefährdetes Grenzland ist die Steiermark besonders reich an Burgen, aber auch wehrhaften Schlössern. Von den Burgen aus konnte das umliegende Land Jahrhunderte lang geschützt und gewaltet werden - die Burgen waren auch der Sitz der jeweiligen Grundherrschaft. Dem Grundherren mussten die in dessen Herrschaftsbereich lebenden Bauern das Zehent abliefern, aber auch jederzeit, vor allem beim Burgenbau, Robotdienste leisten. Andererseits gewährten die Grundherren ihren untertänigen Bauern bei den oftmaligen Türkeneinfällen in ihren Burgen Schutz. Die meisten Burgen der Steiermark entstanden im 12., vor allem aber im 13. Jahrundert, und in der Folge entwickelten sich in deren Schutz als so genannte Burguntersiedlungen die Märkte und Städte des Landes.
[ mehr ]