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Burg Falkenstein

Burg Falkenstein Burg Falkenstein
Castles,Burgen

9821 Obervellach
Obervellach

Besonderheiten der Anlage

Während die eigentliche, höher gelegene Burg Falkenstein ? heute eine Ruine ? ein wichtiger Machtschwerpunkt der Grafen von Görz-Tirol im unteren Mölltal war, ist die heutige Burg Unterfalkenstein ursprünglich nur ein Vorwerk dieser Burg gewesen. Seit dem 14. Jahrhundert wurden beide Burgen getrennt verliehen. Unterfalkenstein war im 19. Jahrhundert eine völlige Ruine, bis sie um 1906 in idealen Formen der deutschen Ritterromantik wiederaufgebaut wurde und seitdem bewohnt ist. 1973 ist sie sogar Briefmarkenmotiv geworden.

Objektbezogene Sagen/Märchen

Der Schatz von Falkenstein Hoch über dem Mölltal liegt die schöne Burg Falkenstein. Einst lebte auf jener Burg eine Gräfin, die sehr reich und schön, aber auch hochmütig, stolz und geizig war. Sie veranstaltete auf Falkenstein große Feste, bei welchen viel gegessen und getrunken wurde, während die Untertanen Not litten. Als auf Falkenstein der Festsaal wieder einmal mit Gästen gefüllt war, rief die Gräfin jubelnd aus: ?Niemanden im schönen Kärntnerland geht es so gut wie mir! Wer ist so reich, so schön, so glücklich wie ich? Was sich die anderen kaum wünschen können, besitze ich in reicher Fülle. Ich habe früher am hölzernen Tische gespeist. An Marmortafeln und vor silbernen Platten bin ich gesessen. Und jetzt ist es reines Gold, auf dem meine vollen Schüssel stehen. Nur an einem beinernen Tisch habe ich noch nie gegessen ? aber auch das möchte ich einmal versuchen! Vielleicht ist mir auch dieses Glück noch vergönnt? ? ja, das Glück, das muss immer bei mir bleiben!? Nun zog die Gräfin einen goldenen Ring vom Finger und rief, dass es alle im Festsaal hörten: ?So wahr dieser Ring, den ich jetzt in den Bach werfe, nie wieder aus seine Fluten auftauchen wird, so wenig wird auch der Stern meines Glückes jemals verlöschen!? ? Und sie schleuderte den Ring aus dem Fenster, damit ihn der rauschende Bach aufnehme. Die Diener hatten diese Rede bestürzt vernommen, und die Gäste machten wegen dieses frevlerischen Ausspruches ein ernstes Gesicht. Die stolze Burgfrau aber blickte höhnisch von einem Gesicht zum anderen. Erst wenige Tage waren seit jenem rauschenden Fest vergangen, als ein Fischer zur Burg Falkenstein eilte. Er hielt freudig einen goldenen Ring in die Höhe, den er im Bauch eines Fisches gefunden und als Eigentum der Gräfin erkannt hatte. Das Burggesinde erschrak wegen dieses Fundes, und auch die stolze Gräfin wurde ernst und errötete leicht, als ihr die Zofe den Ring überreichte. Drei Jahre verstrichen noch im alten Glanz mit seinem verschwenderischen Festesrummel. Dann aber kamen Feinde in das Land, die in alle Täler vordrangen und auch die Burg Falkenstein eroberten. Sie brannten die stolze Feste nieder, und die Gräfin konnte kaum ihr Leben aus den rauchenden Trümmern retten. Bettelnd musste sie nun von Haus zu Haus ziehen. Oft wurde sie von der Tür gewiesen, weil man sie wegen ihres früheren Stolzes verachtete. Wenn die Mölltaler ihre ehemalige Herrin auf dem Boden sitzen und das erbettelte Gnadenbrot von ihren Knien aufessen sahen, dann riefen sie ihr höhnisch zu: ?So, nun erfrische dich auc einaml am beinernen Tisch! Jetzt geht dir dein stolzer Wunsch in Erfüllung!? In der Nähe von Obervellach zeigen die Leute noch heute eine Keusche, wo die frühere Burggräfin von Falkenstein auf einem Bündel Stroh im Elend gestorben sein soll. Auszug aus: Mathias Mayerbrugger: Sagen in Kärnten. Auflage 2004 erschienen im Verlag Johannes Heyn.

Details
Tagestourismus Nein
Nächtigungstourismus Nein
Öffentlicher Zugang Ja
Öffnungszeiten Sommer Winter
Nein Nein
Kärnten Card Nein
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Kontakt

Burg Falkenstein
9821 Obervellach
Tel.: 0043-4782-25800


Ansprechpartner:
Eva Fersterer
Pfaffenberg
9821 Obervellach
+43-4782-25800

Lage
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